Der ideale Buggy für den Winter

Es stürmt und schneit, an der Nasenspitze scheinen sich Eiszapfen zu bilden und die Hände sind gefühlsmäßig ohnehin schon abgefroren. Der Winter hat uns wieder voll im Griff! Und vor allem für Eltern ist die vierte Jahreszeit eine besondere Herausforderung. Die Kinder müssen dick verpackt werden, alles muss warm und trocken sein, sonst gibt es später Tränen. Und wenn das Kind dann endlich wintertauglich gemacht worden ist, fällt ihm ein, dass es doch noch einmal auf die Toilette muss. Also alles wieder von vorne beginnen! Der Winter scheint es mit Eltern nicht gut zu meinen.

weihnachten mit kindAber gerade der Winter ist auch eine schöne Jahreszeit, in denen die viele Feste gefeiert werden, der Nikolo und auch das Christkind bei den Kleinen für strahlende Augen sorgt, und auch die Zeit, in der die ganze Familie im warmen Kinderzimmer gemeinsam spielt oder das Zimmer für die Weihnachtszeit dekoriert und mit winterlichen Kinderzimmer-Wandtattoos verschönert.

Der Winter als Herausforderung

Wenn die eigenen Kinder schon laufen können, ist der Winter für die Eltern nicht ganz so schlimm. Wird für den Transport aber noch ein Buggy benötigt, sieht die Sache leider ganz anders aus. Im Internet erklingt auf zahlreichen Foren und Ratgeberplattformen dasselbe Klagelied: Bereits ab wenigen Zentimetern Schneefall wird es extrem schwer den Kinderwagen noch zu lenken, und schlecht geräumte Gehwege machen ein Vorankommen zu einer mühsamen und kräftezehrenden Arbeit. Die Räder stellen sich ständig quer und der Wagen droht, sich mitsamt Kind zu verselbstständigen und vom Gehsteig zu rutschen.

ein schneepflugDas Überqueren einer Straße wird zu einem wahren Kraftakt, da vom Schneepflug angehäufte Schneeberge wie unbezwingbare Achttausender wirken. Da ist man schnell einmal der Verzweiflung und den Tränen nahe. Das Kinderwagen-Schieben wird zu einem groben Ziehen und damit zu einem Kraftakt für Eltern und Kind. Aber wie soll man das Kind anders transportieren, wenn nicht mit dem Kinderwagen? Zum Tragen ist es schon zu schwer, außerdem schleppt man bereits die Einkäufe, und das Auto braucht der Partner für die Arbeit. Da bleibt keine andere Möglichkeit!

Den Buggy winterfit machen

Der Buggy ist ein besonders beliebtes Kinderwagenmodell. Im Vergleich zu klassischen, relativ sperrigen Kinderwägen ist er klein, wendig und sehr handlich. Mit einem einzigen Handgriff kann er zusammengeklappt und im Auto oder Hausgang verstaut werden. Ein Aluminiumgestellt macht einen Buggy mit einem Gewicht ab 5 Kilo beinahe federleicht. Was im Sommer ein klarer Vorteil ist, bringt im Winter einige Schwierigkeiten mit sich. Gerade durch das leichte Gewicht ist ein Buggy weniger robust und viel schwieriger zu kontrollieren.

Wenn sie einen Buggy für den Winter suchen, sollten Sie vor allem auf folgende Punkte achten:

  • Große, wenn möglich luftgefüllte Räder mit tiefem Profil
  • Platz für einen Fellsack
  • Wasserabweisendes Material
  • Reflektoren (im Winter wird es früher dunkel!)

Vier Räder am Wagen für ein gutes Vorankommen

Wenn man in einem Gebiet wohnt, in dem sehr häufig und ergiebig Schnee fällt, sollte man bereits im Sommer daran denken, dass der Buggy auch im Winter einsetzbar sein soll. Im Normalfall haben Buggys schwenkbare, kleine Plastikräder. Für den Winter sind diese aber absolut ungeeignet! Bereits eine niedrige Schneedecke reicht aus, damit sich die Räder querstellen oder sie ins Rutschen kommen. Bei vereisten Wegen kann dies sogar richtig gefährlich werden, da man regelrecht die Kontrolle über den Buggy verlieren kann.


Etwas übertrieben: Winterräder für den Kinderwagen

Um dem entgegenzuwirken ist es ratsam, einen Buggy mit großen Lufträdern zu kaufen. Diese können auch problemlos ersetzt werden, sollten sie einmal durch die extreme Beanspruchung kaputt gehen. Je mehr Räder, umso stabiler ist ein Buggy und umso kontrollierter lässt er sich steuern.
Grundlegend gilt also: Vier Räder sind besser als drei – und je größer, desto besser.

Der Sportwagenbuggy Joggy S

Der Sportwagenbuggy Joggy S von knorr-baby verfügt zwar nur über drei Räder, dennoch ist er für den Winter ideal geeignet. Bei den Rädern handelt es sich mit einem Durchmesser von 32 cm nämlich um sehr große Lufträder, vor denen jede Schneewehe zurückweicht. Das relativ schwere Gewicht von 11 Kilo macht den Buggy sehr stabil und kontrollierbar.

Eine gute Federung sorgt für geruhsamen Schlaf

ein buggy im winterErst im Winter bemerkt man oft, wie wichtig auch eine gute Federung bei einem Buggy ist. Nicht nur das Auf und Ab über die mit Schnee und Eis bedeckten Wege, sondern auch die als Schutz gegen Ausrutschen gestreuten Kieselsteine können das Kind ordentlich durchschütteln. Respekt vor jedem, der da nicht seekrank wird! Eine Breitriemen-Federung sorgt für den besten Fahrkomfort und schaukelt jedes Kleinkind in den Schlaf.

Starke Bremsen für starken Halt

Gerade bei Schneefahrbahn und Glatteisgefahr muss man sich auf die Bremsen des Kinderwagens unbedingt verlassen können. Mittlerweile verfügt jeder Kinderwagen über eine Feststellbremse. Bei Buggys muss dabei jedes Hinterrad einzeln fixiert werden.
Bei winterlichen Verhältnissen empfiehlt sich ein Buggy, der auch über eine Handbremse verfügt, um ein schnelles Reagieren und eine optimale Kontrolle des Wagens garantieren zu können. Sollte der Wagen ins Rutschen kommen, muss es wenigstens möglich sein, ihn schnell und effektiv einzubremsen.

Warm eingepackt mit dem Fußsack

Jede Mutter und auch jeder Vater ist darum bemüht, das eigene Kind bestmöglich zu versorgen und zu schützen. Als Schutz vor Kälte und Schnee reicht im Winter eine warme Decke allerdings nicht mehr aus. Stattdessen sollte man sich einen Fußsack zulegen. Fußsäcke gibt es in vielen verschiedenen Modellen und Ausführungen. Ein Fußsack besteht außen meist aus wasser- und windabweisendem Polyester und innen aus weichem, wärmendem Fleece. Wenn der Reißverschluss in geschlossenem Zustand verdeckt ist, ist das Kind auch optimal vor Zugluft geschützt. (mehr dazu auch hier: http://www.rund-ums-baby.de/babysimwinter.htm)

Oftmals lässt sich auch das Kopfteil ähnlich wie bei einem Mumienschlafsack mit einer Kordel zusammenziehen. Wichtig ist, dass der Fußsack über eine Anti-Rutsch-Rückseite verfügt, damit das Kind auf einem ohnehin turbulenten Ausflug nicht noch zusätzlich durchgeschüttelt wird.
Mit auffallenden, seitlich angebrachten Reflektorstreifen sind der Wagen und damit auch das Kind für entgegenkommende Verkehrsteilnehmer wesentlich schneller zu erkennen und somit im winterlichen Schmuddelwetter besser geschützt.

Fußsack aus Lammfell für den höchsten Komfort

unser lammfellsack von fellhofDen besten Schutz vor Kälte bietet ein Fußsack aus Lammfell. Lammfell-Produkte sind zwar meist etwas teurer, aber sie sind auch ein Naturprodukt, das sich auf Babys Haut sehr angenehm anfühlt und den Körper umschmeichelt. Außerdem sind Fußsäcke aus Lammfell auch sehr pflegeleicht. Sie können bei 30 Grad einfach in der Waschmaschine gewaschen werden. Ein spezielles Waschmittel mit Lanolin wirkt rückfettend und hält das Leder geschmeidig. Wir verwenden selbst einen Lamfell Fußsack von Fellhof, und sind wirklich sehr zufrieden damit.

Egal ob aus Polyester oder Lammfell, in jedem Fall muss der Fußsack leicht zu reinigen sein. Nicht nur, weil Kinder gerne kleckern, sondern auch, weil die Kinder manchmal ja doch gerne selbst durch den Schnee laufen und sich dabei gerade bei Matsch die Schuhe schmutzig machen. Manche Fußsäcke lassen sich auf der Unterseite öffnen, damit die schmutzigen Schuhe heraushängen können, viele sind aber geschlossen und müssen deshalb öfter gereinigt werden.

Der Thermo-Fußsack Sheepy von Kaiser

Bei dem Thermo-Fußsack Sheepy von Kaiser lässt sich die Lammfell-Einlage herausnehmen und zu einer Krabbeldecke umfunktionieren.

Warme Hände mit einem Kinderwagen-Muff

mit dem baby im schneeBei den Winterausrüstungen für Buggys beweisen die Hersteller auch ein Herz für Eltern, indem sie für warme Hände garantieren. Normale Handschuhe eignen sich nämlich nur sehr schlecht für das Schieben oder Ziehen eines Kinderwagens. Sie geben nicht besonders viel Halt. Mit dünneren Fingerlingen aus Wolle rutscht man zwar weniger ab, dafür schützen sie aber kaum vor Kälte. Außerdem stellen sich Handschuhe auch dann als eher unpraktisches Übel heraus, wenn das Kind einen Schnuller möchte oder das Häubchen zurechtgerückt werden muss.

Zu jedem Winterspaziergang mit dem Buggy gehört deshalb auch ein Handwärmer für die Eltern. Meist sind sie als Muff zu haben, mit einem wasser- und windabweisenden Außenmaterial und einem wärmenden Fell im Inneren. Handwärmer gibt es als Röhrenkonstruktion für beide Hände zugleich oder für jede Hand separat. Sie können mithilfe von Druckknöpfen oder Klettverschlüssen rutschfest an die Griffe des Buggys angebracht werden.
Diese Konstruktion ermöglicht es, unkompliziert aus den Handschuhen zu schlüpfen und schnell auf die Bedürfnisse des Kindes zu reagieren. Und das Schöne daran: Der Muff wartet an Ort und Stelle darauf, die Hände wieder kuschelig-warm zu verpacken.

Der Kinderwagenmuff Little Angel

Der Kinderwagenmuff Little Angel von Dita kann mit zwei Handgriffen geteilt und als zwei separate Handschuhe verwendet werden. Durch seine XL-Größe kann er auch bei Buggys mit Handbremse eingesetzt werden.

Schutz vor Regen und Schnee

Nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer gehört ein Regenschutz zur Grundausstattung eines jeden Buggys. Die transparente, sehr stabile Folie kann sehr klein zusammengefaltet werden und somit problemlos im Buggynetz verstaut werden. Beim Kauf eines Regenschutzes sollte darauf geachtet werden, dass er leicht und schnell an den Buggy angebracht werden kann. Vor allem bei Schneefall, Wind und Kälte ist es wichtig, dass man das Fenster mit einer Schutzklappe verschließen kann. Um das Kind im Winter bestmöglich zu schützen, empfiehlt sich ein Regenschutz mit Reflektorstreifen. So wird der Kinderwagen auch bei Schmuddelwetter oder früh einsetzender Dämmerung schon von weitem aus gut erkannt.

Der Universalregenschutz von Sunnybaby

Der Universalregenschutz von Sunnybaby ist einfach durch Gummizüge und Klettverschlüsse am Buggy anzubringen. Er besteht aus einer reißfesten, hitze- und kältebeständigen Nylonfolie und schützt jedes Kind ideal vor Regen, Schnee, Wind und Kälte.

Der Winter ist für Eltern ohnehin eine Herausforderung, weil es nicht immer einfach ist, das eigene Kind vor Schnee, Kälte und Nässe zu schützen und dabei gleichzeitig auch noch die Aufgaben des Alltags zu bewältigen. Indem man den eigenen Buggy aber bereits vorab winterfest macht und schon beim Kauf an die kalte Jahreszeit gedacht wird, kann man sich dennoch einigen Ärger und viele Tränen ersparen. So kann man auch die schönen, romantischen Seiten des Winters genießen.